{"id":1233,"date":"2017-01-24T15:17:58","date_gmt":"2017-01-24T14:17:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/?p=1233"},"modified":"2017-01-24T15:17:58","modified_gmt":"2017-01-24T14:17:58","slug":"indoor-meditations-trockenlandschaftsgarten-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/indoor-meditations-trockenlandschaftsgarten-1\/","title":{"rendered":"Indoor-Meditations-Trockenlandschaftsgarten 1"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"kk-star-ratings kksr-auto kksr-align-right kksr-valign-top\"\n    data-payload='{&quot;align&quot;:&quot;right&quot;,&quot;id&quot;:&quot;1233&quot;,&quot;slug&quot;:&quot;default&quot;,&quot;valign&quot;:&quot;top&quot;,&quot;ignore&quot;:&quot;&quot;,&quot;reference&quot;:&quot;auto&quot;,&quot;class&quot;:&quot;&quot;,&quot;count&quot;:&quot;0&quot;,&quot;legendonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;readonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;score&quot;:&quot;0&quot;,&quot;starsonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;best&quot;:&quot;5&quot;,&quot;gap&quot;:&quot;1&quot;,&quot;greet&quot;:&quot;&quot;,&quot;legend&quot;:&quot;0\\\/5 - (0 votes)&quot;,&quot;size&quot;:&quot;1&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Indoor-Meditations-Trockenlandschaftsgarten 1&quot;,&quot;width&quot;:&quot;0&quot;,&quot;_legend&quot;:&quot;{score}\\\/{best} - ({count} {votes})&quot;,&quot;font_factor&quot;:&quot;1.25&quot;}'>\n            \n<div class=\"kksr-stars\">\n    \n<div class=\"kksr-stars-inactive\">\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"1\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"2\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"3\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"4\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"5\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n    \n<div class=\"kksr-stars-active\" style=\"width: 0px;\">\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n                \n\n<div class=\"kksr-legend\" style=\"font-size: 0.8px;\">\n            <span class=\"kksr-muted\"><\/span>\n    <\/div>\n    <\/div>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">In der kalten Jahreszeit tr\u00e4umt man oft von einem Garten, den man sich mit ins Haus nehmen kann. Nat\u00fcrlich gibt es den Ersatz, so man gen\u00fcgend Platz hat, mit reichlich Zimmerpflanzen. Doch was, wenn der Platz beengt und somit die Entspannung im Garten nur im Sommer stattfinden kann? Hier kann ein sogenannter Indoor-Trockenlandschaftsgarten Abhilfe schaffen. Die Idee ist an die japanischen ZEN-G\u00e4rten angelegt und kann f\u00fcr den Besitzer ein \u00e4u\u00dferst reizvoller Helfer zur geistigen Entspannung werden.<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Was steckt dahinter &#8230;<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1238\" src=\"http:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ZEN_640_x_480-300x262.jpg\" alt=\"\" height=\"262\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ZEN_640_x_480-300x262.jpg 300w, https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ZEN_640_x_480.jpg 549w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wie bei jedem Garten, so steckt auch hier eine eigene Philosophie dahinter &#8211; und dieser sollte in diesem Fall auf alle F\u00e4lle ein wenig Beachtung geschenkt werden, wenn man das Teil wirklich gewinnbringend nutzen m\u00f6chte. Deshalb hier eine kleine Einf\u00fchrung &#8230;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Der in Japan bedeutende Zen-Buddhismus entstand in China unter dem Namen Ch&#8217;an Meditation. Der Buddhismus kam im 1. Jhdt. n. Chr. nach China und traf dort auf starken Widerstand des Konfuzianismus. Im Jahr 526 n. Chr. kam Bodhi\u00addharma, der 28. Patriarch einer indischen Medita\u00adtionssekte, nach China und gr\u00fcndete die erste Ch&#8217;an-Schule. Seine Bewegung wuchs und wurde gegen\u00fcber dem Mahayana-Bud\u00addhismus immer mehr eine eigen\u00adst\u00e4ndige Gr\u00f6\u00dfe. Im 12. Jhdt. ge\u00adlangte der Gedanke nach Japan.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Im japanischen Zen steht wie im chinesischen Ch&#8217;an die Meditation nach festen Regeln im Mit\u00adtelpunkt. Sie wurde vor allem vom Krie\u00adgeradel der Sa\u00admurai als Weg zur Selbstdisziplin gesch\u00e4tzt. Ein wichtiger Weg zur Erleuchtung &nbsp; <em>satori<\/em> ist <em>zazen<\/em> &nbsp; die Meditation im Lotossitz.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Ein weiteres Hilfsmittel auf dem Weg des Zen sind die R\u00e4tselfragen <em>koan<\/em>. Diese R\u00e4tsel, auf die es keine Antwort gibt, ver\u00e4ndern das Denken des Zen Sch\u00fclers und helfen ihm so auf dem Weg zur Er\u00adleuchtung. Typische koans sind z. B.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><em>&#8222;Wenn Du auf der Stra\u00dfe einen triffst, der die Wahrheit erlangt hat, darfst Du an ihm weder spre\u00adchend noch schweigend vor\u00fcbergehen. Nun \u00fcber\u00adlege, wie Du ihm dann begegnen willst?&#8220;<\/em><\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><em>&#8222;Wenn beide H\u00e4nde zusammenschlagen, so entsteht ein Ton. Nun horche auf den Ton der einen Hand.&#8220;<\/em><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Diese <em>koans<\/em> bringen das Denken an den Rand des Absurden, wobei es v\u00f6llig sinnlos ist rationale Antworten zu suchen. Es kommt somit zu unge\u00adheuren Anspannungen des Geistes, die ausgehalten werden m\u00fcssen. <em>Zazen<\/em> und <em>koans<\/em> d\u00fcrfen nur unter strenger Aufsicht eines Zen-Meisters angewendet werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Rationalismus oder Intellektualismus werden abge\u00adlehnt &#8211; Zen ist intuitiv. Der Zen Buddhismus hin\u00adterl\u00e4\u00dft deutliche kulturelle und geschichtliche Spuren. Als bedeutender sichtbarer Niederschlag der Zen-Haltung fallen ganz bestimmte \u00dcbungen auf, die keineswegs nur als Techniken verstanden werden d\u00fcrfen.&nbsp; Dazu z\u00e4hlen etwa Judo, Ikebana, Landschaftsma\u00adlerei, Kalligraphie, Bogenschie\u00dfen, Schwert\u00fcbun\u00adgen und G\u00e4rtnerei.<\/span><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Steine spielen im japanischen Garten insgesamt eine dominierende Rolle. Dies trifft f\u00fcr alle Phasen seiner Entwicklungsgeschichte zu. Der Weg zum eigentlichen Steingarten, also einer in sich ge\u00adschlossenen Anlage ohne Wasser in Form eines flie\u00dfenden Baches und eines Teiches, war ein sich \u00fcber Jahrhunderte erstreckender evolution\u00e4rer Pro\u00adze\u00df. Der Trocken\u00adlandschaft-Garten ( <em>Ka\u00adresansui<\/em>) hat sich in diesem Prozess durch zuneh\u00admende Verselbstst\u00e4ndi\u00adgung <em>trockener<\/em> Gartenele\u00admente aus dem Teichgar\u00adten heraus entwic\u00adkelt. Steine haben \u00fcberdies durch ihre materialbe\u00addingte Unver\u00e4n\u00adderlichkeit gegen\u00ad\u00fcber pflanzlichen Ele\u00admenten des Gartens eine herausgehobene Stellung. In ihnen vor allem manife\u00adstiert sich die bleibende kreative Leistung des Gartensch\u00f6pfers.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Der Begriff <em>Karesansui<\/em> taucht in der Literatur zum erstenmal im <em>Sakutei-ki<\/em> auf. Diese <em>Aufzeich\u00adnung \u00fcber die Errichtung von G\u00e4rten<\/em> entstand ge\u00adgen Ende der Heian-Zeit ( Ende 12. Jh.) und fa\u00dft die Ausdrucksm\u00f6glichkeiten und Techniken des damals vorherrschenden gro\u00dffl\u00e4chigen Teichgar\u00adtens im Stil des Shinden-zukuri repr\u00e4sentativer Palast-Stil zusammen. Auch als dieser Stil l\u00e4ngst durch andere abgel\u00f6st war, blieb das <em>Sakutei-ki<\/em> noch f\u00fcr Jahrhunderte das klassische Anleitungs\u00adbuch der japanischen Gartenkunst.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Ziemlich am Anfang dieser Schrift hei\u00dft es \u00fcber die Trockenlandschaft: &#8222;Es kommt vor, dass man Steine an einer Stelle setzt, wo es weder einen Teich noch einen Wasser\u00adlauf gibt, dies nennt man <em>Karesansui<\/em>.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Im Anschluss an diese Definition werden detailliert die M\u00f6glichkeiten aufgez\u00e4hlt, wo man an den ver\u00adschiedensten Stellen einer gro\u00dffl\u00e4chigen Teichgar\u00adten-Anlage solche <em>Karesansui<\/em>-Zonen anlegen kann. Diese im Sakutei-ki erw\u00e4hnte Trockenland\u00adschaft noch keine eigenst\u00e4ndige Gartenform, son\u00addern lediglich trockene Segmente innerhalb der tradierten Form des Teichgartens. Erst sp\u00e4ter wurde daraus der Gattungsbegriff f\u00fcr eine eigen\u00adst\u00e4n\u00addige Ausdrucksform des japanischen Gartens.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Die freibleibenden Fl\u00e4chen zwischen den verschie\u00addenen Geb\u00e4uden einer Zen-Tempelanlage wurden im Stil des Trockenlandschaft-Gartens gestaltet, wobei der Hauptgarten in der Regel an der Front\u00adseite des Hauptgeb\u00e4udes lag. Diese Gartenfl\u00e4chen inmitten der Tempelanlage bilden einen Teil der allt\u00e4glichen Umwelt der Zen-M\u00f6nche. Sie sind aber auch und vor allem ein Teil seiner Arbeits\u00adwelt, denn k\u00f6rperliche Arbeit ist ein wesentliches Element im Leben eines Zen-M\u00f6nches, und die Trockenlandschaft-G\u00e4rten bed\u00fcrfen intensiver Pflege. Sie m\u00fcssen st\u00e4ndig saubergehalten werden, B\u00e4ume und B\u00fcsche sind zu beschneiden, der Sand wird in bestimmten Mustern geharkt. Dar\u00fcber hin\u00adaus hat der Garten auch seine Bedeutung f\u00fcr die Meditation. Viele <em>Karesansui<\/em>-G\u00e4rten sind zumin\u00addest unter Mitwirkung von Zen-M\u00f6nchen geschaf\u00adfen worden und somit auch Ausdruck ihrer Zen-Erkenntnis. Vielfach betreiben M\u00f6nche, dem Gar\u00adten zugewandt, die Meditations\u00fcbung des Zen &#8211; das <em>zazen<\/em>. Der Garten kann so, \u00e4hnlich wie es von be\u00adstimmten Tuschbildern bekannt ist, als stimulie\u00adrendes Hilfsmittel der Zen-Erkenntnis dienen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Wichtig ist es vor allem, diesen Garten als L\u00f6sung eines Raumproblems zu sehen. Nicht etwa eine perspektivische Illusion steht dabei im Vorder\u00adgrund, vielmehr geht es um die Verteilung der Gewichte im Garten, um das Verh\u00e4ltnis von lee\u00adrem Raum, in Form des wei\u00dfen Sandes zur Materie in Form der Steine. Dieses Verh\u00e4ltnis ist durch ein harmonisches Konzept gepr\u00e4gt, das im chinesisch inspirierten Yin-Yang-Denken begr\u00fcndet liegt und in abendl\u00e4ndischen Denktraditionen nicht fassbar ist. Der Garten als Spiegel des Kosmos So stel\u00adlen die 15 Steine in der 3-5-7-Formation einen Teil des <em>Lo-shu<\/em> einem der altchinesischen Kosmologie zugrundeliegendem Denkmodells dar.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Die Vorstellung dieses Diagramms reicht weit in die chinesische Fr\u00fchzeit zur\u00fcck, war dann aber lange verschollen und tauchte erst wieder in der Sung-Zeit ( 10. -12.Jhdt.) auf. Im Zusammen\u00adhang mit der Vermittlung der chinesischen Sung-Kultur durch Zen-M\u00f6nche gelangte auch das Lo-shu in den Bereich der japanischen Gartenkunst. Es kann nicht verwundern, da\u00df gerade ein solches Modell, das mit neun Zahlen die Totalit\u00e4t des Kosmos ausdr\u00fccken will, im <em>Karesansui<\/em>-Garten aufgegriffen wurde, der seinerseits in h\u00f6chst ab\u00adstrakter Weise als kosmische Chiffre zu verstehen ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Hier wird eine total andere Auffassung von Raum als in Europa deutlich, zugleich zeigt sich der enge Konnex zwischen Malerei und Gartenkunst. Denn der Unterschied zwischen der Zweidimensionalit\u00e4t des Bildes und der Dreidimensionalit\u00e4t in der Gar\u00adtenkunst ist in Bezug auf die Raumerfahrung nur von untergeordneter Bedeutung. Wichtig ist, dass es bei dieser Raumerfahrung nicht prim\u00e4r um Tie\u00adfenwirkung geht, sondern um die harmonische Verteilung der Gewichte im leeren Raum. Gemein\u00adsam ist diesen Kunstwerken eine spontane, regel\u00adfreie, nicht quantifizierbare Harmonie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Die wesentlichen Fixpunkte einer \u00c4sthetik des Zen lassen sich im <em>Karesansui<\/em> exemplarisch aufzeigen:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1237\" src=\"http:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ZEN-2_640_x_480-300x300.jpg\" alt=\"\" height=\"300\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ZEN-2_640_x_480-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ZEN-2_640_x_480-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/ZEN-2_640_x_480.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die Verteilung der Steine im leeren Raum ver\u00adwirklicht das Konzept einer assymmetrischen Harmonie. Die radikale Beschr\u00e4nkung auf der Ma\u00adterialebene bezeugt eine konsequente Reduktion. Die Patina der Steine, ihre Fleckigkeit, dr\u00fcckt eine Erhabenheit des Alters aus. In der Leichtigkeit und Selbstverst\u00e4ndlichkeit, mit der die Steine &#8211; wie hingeworfen &#8211; im Garten platziert sind, \u00e4u\u00dfert sich Nat\u00fcrlichkeit, welche das Ergebnis genauer Pla\u00adnung und eines dezidierten Kunstwillens ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Abkehr von \u00e4u\u00dferlicher Sch\u00f6nheit liegt im Ver\u00adzicht auf jegliche Pracht, wie sie zum Beispiel in der Wirkung von Bl\u00fcten oder in exquisitem Stein\u00admaterial liegen k\u00f6nnte. Die \u00fcberaus gro\u00dfe Be\u00adscheidenheit bei der Gestaltung eines Gartens, der so gar nichts von einem Statussymbol an sich hat, dr\u00fcckt eine bewusste Weltabgewandtheit aus. Der meditative Grundcharakter des <em>Karesansui<\/em>, dem sich kein Betrachter entziehen kann, markiert Stil\u00adle als ein weiteres wesentliches Element. Spon\u00adta\u00adneit\u00e4t w\u00e4re darin zu sehen, dass der Garten wahr\u00adscheinlich als Realisierung der inneren Vision des Gartenk\u00fcnstlers in relativ kurzer Zeit geschaffen wurde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: tahoma,arial,helvetica,sans-serif;\">Ein Verzicht auf Symbolik wird dadurch offen\u00adkundig, dass man in den Elementen des Gartens keineswegs Symbole f\u00fcr Dinge anderer Seinsquali\u00adt\u00e4t sehen kann. Ein Stein ist hier ein Stein und dr\u00fcckt als solcher die gesamte kosmische Wahrheit aus. Abstraktion schlie\u00dflich bedeutet in diesem Steingarten sowohl die nicht-gegenst\u00e4ndliche Dar\u00adstellungsform als auch eine Bezogenheit auf ab\u00adstrakte, metaphysische Werte.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der kalten Jahreszeit tr\u00e4umt man oft von einem Garten, den man sich mit ins Haus nehmen kann. Nat\u00fcrlich gibt es den Ersatz, so man gen\u00fcgend Platz hat, mit reichlich Zimmerpflanzen. 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