{"id":1254,"date":"2017-03-23T17:53:24","date_gmt":"2017-03-23T16:53:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/?p=1254"},"modified":"2017-03-23T18:01:11","modified_gmt":"2017-03-23T17:01:11","slug":"indoor-meditations-trockenlandschaftsgarten-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/indoor-meditations-trockenlandschaftsgarten-3\/","title":{"rendered":"Indoor-Meditations-Trockenlandschaftsgarten 3"},"content":{"rendered":"\n\n<div class=\"kk-star-ratings kksr-auto kksr-align-right kksr-valign-top\"\n    data-payload='{&quot;align&quot;:&quot;right&quot;,&quot;id&quot;:&quot;1254&quot;,&quot;slug&quot;:&quot;default&quot;,&quot;valign&quot;:&quot;top&quot;,&quot;ignore&quot;:&quot;&quot;,&quot;reference&quot;:&quot;auto&quot;,&quot;class&quot;:&quot;&quot;,&quot;count&quot;:&quot;0&quot;,&quot;legendonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;readonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;score&quot;:&quot;0&quot;,&quot;starsonly&quot;:&quot;&quot;,&quot;best&quot;:&quot;5&quot;,&quot;gap&quot;:&quot;1&quot;,&quot;greet&quot;:&quot;&quot;,&quot;legend&quot;:&quot;0\\\/5 - (0 votes)&quot;,&quot;size&quot;:&quot;1&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Indoor-Meditations-Trockenlandschaftsgarten 3&quot;,&quot;width&quot;:&quot;0&quot;,&quot;_legend&quot;:&quot;{score}\\\/{best} - ({count} {votes})&quot;,&quot;font_factor&quot;:&quot;1.25&quot;}'>\n            \n<div class=\"kksr-stars\">\n    \n<div class=\"kksr-stars-inactive\">\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"1\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"2\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"3\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"4\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" data-star=\"5\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n    \n<div class=\"kksr-stars-active\" style=\"width: 0px;\">\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n            <div class=\"kksr-star\" style=\"padding-right: 1px\">\n            \n\n<div class=\"kksr-icon\" style=\"width: 1px; height: 1px;\"><\/div>\n        <\/div>\n    <\/div>\n<\/div>\n                \n\n<div class=\"kksr-legend\" style=\"font-size: 0.8px;\">\n            <span class=\"kksr-muted\"><\/span>\n    <\/div>\n    <\/div>\n<h2>Zazen und christliche Meditation<\/h2>\n<p>Es gibt aber trotz gr\u00f6\u00dfter prinzipieller Verschie\u00addenheiten doch auch Entsprechungen in der christ\u00adlichen Weltanschauung. Gerade die Sicht auf die christlichen Mystiker wird uns dem Verst\u00e4nd\u00adnis des Zen-Buddhismus n\u00e4her bringen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1256 size-medium\" style=\"margin-right: 15px;\" src=\"http:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Meditation_640_x_480-300x300.jpg\" alt=\"\" height=\"300\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Meditation_640_x_480-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Meditation_640_x_480-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.creativegreen.at\/Blogingreen\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Meditation_640_x_480.jpg 481w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wenn man von christlicher Betrachtung oder Me\u00additation spricht, so denkt man gew\u00f6hnlich an eine Art des betrachtenden Gebetes, das eine religi\u00f6se Wahrheit, ein Schriftwort oder ein Ereignis aus dem Leben Christi oder eines Heiligen zum Gegen\u00adstand hat. Man denkt dar\u00fcber nach, reflektiert und zieht eine Lehre daraus, woran sich ein Zwiege\u00adspr\u00e4ch mit Gott, Christus oder den Heiligen, also ein Gebet im eigentlichen Sinne anschlie\u00dft. Diese Art der Betrachtung oder Meditation ist auch bis zur Gegenwart im christlichen Bereich die ge\u00adbr\u00e4uchlichste. Sie wird im weiteren Text mit Be\u00adtrachtung wiedergegeben.Bei den \u00f6stlichen Religionen Hinduismus oder Buddhismus, wird Meditation meistens etwas an\u00adders verstanden. Im Zen ist f\u00fcr das <em>zazen<\/em>, das etwa der Betrachtung im christlichen Bereich entspricht nicht einmal das Wort Meditation, geschweige denn Betrachtung gebr\u00e4uchlich. Die Bezeichnung Zen-Meditation, die man neuerdings bisweilen auch in japanischen Texten findet, kommt vom Ausland.<\/p>\n<p>Es ist aber ein Irrtum zu glauben, da\u00df die Betrach\u00adtung im oben erkl\u00e4rten Sinn die einzige, im Chri\u00adstentum \u00fcbliche Betrachtungsweise sei. Die Vikto\u00adriner unterscheiden z. B. da, wo sie von Betrach\u00adtung bzw. Meditation sprechen: Denken, Be\u00adtrachtung und Schau <em>cogitatio, meditatio, con\u00adtemplatio<\/em>. In \u00e4hnlicher Weise unterscheidet Ignati\u00adus von Loyola in seinen Exerzitien : \u00dcberlegung <em>consideratio<\/em>, Betrachtung <em>meditatio<\/em>, Beschau\u00adung <em>contemplatio<\/em>. Auch heute ist eine Dreitei\u00adlung der verschiedenen Betrachtungs- oder Medi\u00adtationsweisen g\u00fcltig, n\u00e4mlich: Betrachtung, Medi\u00adtation und Beschauung im eigentlichen, d. h. streng mystischem Sinne. Im Weiteren werden wir uns jedoch auf die Betrachtung und Meditation be\u00adschr\u00e4nken.<!--more--><\/p>\n<p>Die Unterscheidung zwischen Betrachtung und Meditation basiert nicht auf einer klar umrissenen Grenzlinie oder gar einer Furche wie zwischen zwei \u00c4ckern. Der \u00dcbergang von der einen zur an\u00adderen ist allm\u00e4hlich; beide greifen an den Grenzen ineinander \u00fcber. Deshalb besteht auch dem Inhalt nach keine scharf abgrenzende Linie zwischen Verstand und Intuition , sondern ein allm\u00e4hlicher \u00dcbergang. Das ist auch gar nicht anders zu erwar\u00adten, da Verstand und Intuition nicht zwei verschie\u00addene F\u00e4higkeiten sind, sondern verschiedene Bet\u00e4\u00adtigungsweisen ein und derselben Erkenntnisf\u00e4hig\u00adkeit.<\/p>\n<p>Aus demselben Grund besteht eine enge Beziehung zwischen diesen beiden Bet\u00e4tigungen, die nat\u00fcrlich f\u00fcr den Gesamtkomplex unseres menschlichen Denkens und Erkennens von gro\u00dfer Wichtigkeit ist. Welches sind die Beziehungen, die zwischen Verstand und Intuition bestehen? Fast klingt es wie Zen, wenn Thomas von Aquin auf diese Frage antwortet: Die Ruhe ist ebenso der Ursprung wie das Ziel der Bewegung, weshalb das Bewegte eben\u00adso vom Unbewegten oder Ruhenden ausgeht, wie es zu diesem zur\u00fcckkehrt oder in dieses einm\u00fcndet. Im Zen w\u00fcrde man kurz sagen: <em>Ruhe ist Bewe\u00adgung, Bewegung ist Ruhe<\/em>. Interessant erscheint hier zum Vergleich ein Text aus dem 1945 in Mit\u00adtel\u00e4gypten ( Nag Hammadi) wiederentdeckten Evangelium nach Thomas: <em>Wenn sie Euch fra\u00adgen: Welches ist das Siegel eures Vaters an euch?, sagt ihnen so: Es ist Bewegung und Ruhe.<\/em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Wendet man dies auf Verstand und Intuition an, so bedeutet, da\u00df der Verstand <em>Bewegung<\/em> von der Intuition <em>Ruhe<\/em> ausgeht und wieder zu ihr zu\u00adr\u00fcckf\u00fchrt oder wenigstens zur\u00fcckf\u00fchren sollte. Die Intuition ist also das Prim\u00e4re und der Verstand et\u00adwas von ihr Abgeleitetes, ihr untergeordnet. Prak\u00adtisch hei\u00dft das, da\u00df die Erkenntnis, die durch den Verstand erlangt wird, noch nicht das volle Erfas\u00adsen des Erkannten ist.<\/p>\n<p>Daraus aber ergibt sich, da\u00df jede, durch den Ver\u00adstand erworbene Einzelerkenntnis in der Wesens\u00aderkenntnis durch die Intuition vollendet werden mu\u00df, um ganz unser geistiges Eigentum zu wer\u00adden.<\/p>\n<p>Auf Grund des Unterschiedes zwischen Verstand und intuitiver Erkenntnis kann man nun auch zwi\u00adschen Betrachtung und Meditation unterscheiden. In der Betrachtung bet\u00e4tigt sich n\u00e4mlich vor allem der Verstand durch das ihm eigene diskursive oder schlu\u00dffolgernde Denken gleichzeitig mit der Bet\u00e4\u00adtigung der sinnlichen Vorstellungskraft.<\/p>\n<p>Mit dem Wesen des Verstandes h\u00e4ngt auch zu\u00adsammen, da\u00df er stets in der Subjekt-Objekt-Span\u00adnung ist. Das wirkt sich nat\u00fcrlich auch auf die Be\u00adtrachtungsweise aus, die vorz\u00fcglich mit dem Ver\u00adstand get\u00e4tigt wird und die man deswegen auch als gegenst\u00e4ndliche Betrachtung bezeichnet. Deshalb erfordert dieselbe eine entsprechende Vorbereitung in bezug auf den Betrachtungsstoff.<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber bet\u00e4tigt sich bei der Meditation im eigentlichen Sinn, die intuitive Kraft als solche. Die Intuition arbeitet ihrer Eigenart entsprechend, nicht mit einer Zerlegung von Subjekt und Objekt. Denn in ihrem Grund ist die Spannung: Subjekt-Objekt nicht vorhanden, sondern in ihr teilt sich das (eine) Sein, das nie als Gegenstand vorkommt, selbst mit <em>\u00fcbergegenst\u00e4ndliche Meditation<\/em>. Sie erfa\u00dft die Wahrheit mit einem einzigen Blick. Man kann sich jedoch dieses Geschehen nicht rich\u00adtig vorstellen, solange man versucht, es mit dem Verstande zu tun. Der Verstand zerlegt, woge\u00adgen die Intuition Einheit ist. Bei dem Versuch ei\u00adner verstandesm\u00e4\u00dfigen Erkl\u00e4rung wird das zu Er\u00adkl\u00e4rende zunichte. Es entweicht wie die Luft, die man mit der Hand zu fassen versucht.<\/p>\n<p>Da die mit der intuitiven Erkenntnis vollzogene Meditation nicht das (einzelne) Seiende und Diffe\u00adrenzierte zum Gegenstand hat, ist sie besonders auf das Geistige, speziell auf den absoluten Geist ge\u00adrichtet oder von diesem beinhaltet. Tats\u00e4chlich vollzieht sich in der tats\u00e4chlichen Meditation eine weit intensivere geistige T\u00e4tigkeit als bei der Be\u00adtrachtung, die vorwiegend durch den Verstand vollzogen wird. Sie steht daher auch der T\u00e4tigkeit des reinen Geistes n\u00e4her. Wir d\u00fcrfen uns aber den Inhalt der Meditation nicht als etwas Gegen\u00fcber\u00adstehendes vorstellen. Auch wenn dieser Inhalt oder <em>Gegenstand <\/em>der Meditation der absolute Geist, Gott, ist, so wird er nicht als etwas, dem menschli\u00adchen Geist Gegen\u00fcberstehendes ( Gegenstand), sondern als mit dem menschlichen Geist Vereinig\u00adtes erfa\u00dft und empfunden, wie alle christlichen Mystiker best\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Zu beachten ist auch, da\u00df die Meditation dem Menschen nicht ohne weiteres zur Verf\u00fcgung steht, wie dies bei der Betrachtung der Fall ist. Das wurde schon allgemein von der Bet\u00e4tigung der in\u00adtuitiven Erkenntnis gesagt und gilt hier ebenso. Wenn man mit dem Verstand und der sinnlichen Vorstellung betrachten will, so ist nat\u00fcrlich ein Mindestma\u00df von geistiger Frische erforderlich; normalerweise aber kann das jeder Mensch, wenn er es ernstlich will.<\/p>\n<p>Um in dem oben beschriebenen Sinn eine Medita\u00adtion auszuf\u00fchren, gen\u00fcgt der ernstliche Wille dazu nicht, selbst wenn die f\u00fcr jede geistige T\u00e4tigkeit er\u00adforderliche Frische vorhanden ist. Es ist eine be\u00adsondere Vorbereitung dazu n\u00f6tig. Nicht etwa je\u00adweils in Form einer halben Stunde, vielmehr erfor\u00addert es eine viel l\u00e4ngere, vielleicht jahrelange Vor\u00adbereitung, um diese Art der Meditation vollziehen zu k\u00f6nnen. Wenn diese F\u00e4higkeit aber einmal er\u00adworben ist, bedarf es keiner unmittelbaren Vorbe\u00adreitung mehr, wie dies bei der vorwiegend mit dem Verstande und der sinnlichen Vorstellung get\u00e4tig\u00adten Betrachtung dringend anzuraten ist. Es gen\u00fcgt, da\u00df ein in dieser Meditation Ge\u00fcbter seinen Blick nach innen kehrt, um in die Meditation einzutre\u00adten. Es ist ihm zu jeder Zeit und an jedem Ort, mit einem geringen Ma\u00df von geistiger Frische, m\u00f6g\u00adlich. Auch erm\u00fcdet diese Art der Meditation den Kopf nicht, wie das bei l\u00e4ngeren Betrachtungen gegenst\u00e4ndlicher Art unvermeidlich ist.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr die eigentliche Meditation erforderliche Vorbereitung kann auf verschiedene Weise vollzo\u00adgen werden. Im christlichen Bereich geschieht sie meistens durch die l\u00e4ngere Zeit ge\u00fcbte Betrach\u00adtung, indem mehr und mehr die Verstandest\u00e4tig\u00adkeit zur\u00fccktritt, bis sie schlie\u00dflich in die mit der Intuition ge\u00fcbte Meditation \u00fcbergeht. Oder &nbsp; Man wartet nicht, bis sich der \u00dcbergang zur Medi\u00adtation von selbst vollzieht, sondern bem\u00fcht sich darum, nachdem man l\u00e4ngere Zeit die Betrachtung ge\u00fcbt hat. Dabei ist es wichtig, da\u00df der richtige Zeitpunkt, nicht zu fr\u00fch und nicht zu sp\u00e4t gew\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p>Eine dritte Art der Vorbereitung ist das <em>zazen<\/em>. Wenn dieses wirklich zu eigen gemacht ist, wird es selbst zu einer durch die Intuition ge\u00fcbten Medita\u00adtion. Das trifft allerdings nicht von Anfang an auf das <em>zazen<\/em> zu. Wenn sich jemand nach Vorschrift hinsetzt und alles beobachtet, was f\u00fcr das <em>zazen<\/em> vorgeschrieben ist, so ist das noch nicht in jedem Fall <em>Meditation<\/em>. Daher ist es auch nicht \u00fcblich das <em>zazen<\/em> als Meditation zu bezeichnen. Im Anfang w\u00e4hrend des <em>zazen<\/em> wird keine Betrachtung mit dem Verstande und der sinnlichen Vorstellung vollzogen. Das <em>zazen <\/em>geht traditionell nicht den Weg \u00fcber die Betrachtung um zu seinem Ziel zu kommen, sondern es schlie\u00dft von vornherein das diskursive Denken und die sinnliche Vorstellung aus. Es hat daher auch keinen Gegenstand zur Be\u00adtrachtung.<\/p>\n<p>Im christlichen Bereich kennen wir diese Art der Meditation nicht nur aus den Erfahrungen und der darauf fu\u00dfenden Lehre der Mystiker, sondern diese M\u00f6glichkeit ergibt sich schon aus der Struktur der menschlichen Erkenntnisf\u00e4higkeit. In diesem Sinn ist auch das <em>zazen<\/em> Meditation, vorausgesetzt, da\u00df es in Verbindung mit einem religi\u00f6sen Glauben ge\u00adt\u00e4tigt wird. Ob dieser Glaube ein buddhistischer oder christlicher ist, \u00e4ndert an dem Charakter der Meditation nichts; im einen Falle ist das <em>zazen<\/em> dann eben buddhistische und im anderen christli\u00adche Meditation. Nach christlichem Sprachgebrauch ist damit das <em>zazen<\/em> auch eine Art von Gebet.<\/p>\n<p>Beschr\u00e4nkt man Begriff Gebet auf das Bittgebet, wie das in den japanischen Religionen gew\u00f6hnlich geschieht, kann man das <em>zazen<\/em> nicht als Gebet be\u00adzeichnen. Im Christentum wird das Wort <em>Gebet<\/em> viel weiter aufgefa\u00dft und schlie\u00dft jede religi\u00f6se Meditation ein. Die Meditation, in der oben be\u00adschriebenen Form, wird sogar als Gebet h\u00f6her ge\u00adwertet, als das gew\u00f6hnliche Bittgebet. Man nennt sie bisweilen das <em>reine Gebet<\/em> oder das <em>wesentliche Gebet.<\/em><\/p>\n<p>Obwohl nun diese hochstehende Meditation dem Menschen nicht ohne weiteres zug\u00e4nglich ist, so darf man doch nicht meinen, da\u00df sie das Vorrecht einzelner, gewisserma\u00dfen ein religi\u00f6ser Luxus w\u00e4\u00adre, w\u00e4hrend sich die anderen ihr Leben lang mit der Betrachtung begn\u00fcgen m\u00fcssen. Der Grund da\u00adf\u00fcr ist einleuchtend.&nbsp; Die Betrachtung bleibt trotz allem, was sie uns gibt, sozusagen an der Oberfl\u00e4che der Seele. Je mehr sie sich dagegen der eigentlichen Meditation n\u00e4hert, desto mehr dringt sie in die Seele ein. Die eigentliche Meditation selbst vollzieht sich in den Tiefenschichten der Seele. Und nur wenn sich die Betrachtung bzw. Meditation bis dorthin auswirkt, erfa\u00dft sie das We\u00adsen des Menschen und hat eine dauernde Wirkung. Erst dann kann sie ihre Aufgabe, den Menschen umzuwandeln, ihn zu einem neuen Menschen zu machen, voll erf\u00fcllen. Was nur bis zur Oberfl\u00e4che geht, vermag sich, den dieser Umwandlung entge\u00adgenstehenden Einfl\u00fcssen gegen\u00fcber nicht zu hal\u00adten. Mit anderen Worten: Man mu\u00df zur Meditation im eigentlichen Sinn kommen, wenn auch nicht notwendigerweise zur Zen-Meditation.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>H\u00f6rmann, W., Gnosis, Das Buch der verborgenen Evangelien , Pattloch, 1989, S. 321<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zazen und christliche Meditation Es gibt aber trotz gr\u00f6\u00dfter prinzipieller Verschie\u00addenheiten doch auch Entsprechungen in der christ\u00adlichen Weltanschauung. 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