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Tag Archives: Exoten

Unerwartete Exoten im Garten – 2

Lycium barbarum (Goji-Pflanze, Bocksdorn, Teufelszwirn)

20160521_103314_(800_x_600)Ein neues Experiment in unserem Garten läuft nun mit der Goji-Pflanze (Lycium barbarum).

Die Pflanze läuft unter vielen Namen, was wahrscheinlich daher kommt, dass sie in Asien, Europa, Nordamerika, Nordafrika und Australien verbreitet ist. Jedes Land hat eine eigene Bezeichnung für sie gefunden. Besonders verbreitet ist sie in der chinesischen Naturheilkunde und ebenso in der chinesischen Küche. Dort werden im Sommer die kleinen roten Früchte gesammelt und verarbeitet. Die Blätter von jungen Pflanzen werden auch wie Blattgemüse verwendet.

Illustration aus Thomés Flora von 1885 (Wikipedia)

Illustration aus Thomés Flora von 1885 (Wikipedia)

Der Strauch der Gojipflanze wächst bei uns bis ca. 2 Meter hoch. Sein sparriges Geäst ist stachelig und trägt schmale, lanzenörmige graugrüne Blätter die bis zu 5 cm lang werden können. Im Frühjahr trägt der Strauch zahlreiche, kleine violette Blütenkelche. Diese Blüte erinnert in ihrer Form an Tomatenblüten. Von August bis Oktober reifen dann kleine, eiförmige leuchtendrote Früchte heran. Diese Früchte sollen eher sauer aber sehr Vitamin C-haltig sein – vergleichbar mit jenen des Sanddorn.

In der Regel soll die Goji Pflanze im dritten Jahr Früchte tragen. Allerdings soll das extrem stark von der Sorte, Standort und Klima (z. B. einem warmen und lichtreichen Sommer) abhängig sein. Die Erfahrungen auf diesem Gebiet differieren teils erheblich. Manche kultivierte Sorten tragen schon nach dem ersten Jahr Früchte. Andere wiederum brauchen 4 bis 5 Jahre. Wir sind mal gespannt, wie lange es bei uns dauert.

Die Gojipflanze wird als wüchsig beschrieben, gilt als sehr winterhart und soll Frost bis −25° C vertragen . Am Standort verbreitet sich Bocksdorn durch Wurzeln (Rhizome). Einige Erfahrungsberichte lassen schlimmes befürchten, er wird deshalb durch Rhizomsperren begrenzt → bei uns durch eine Hauswand und regelmäßigen Schnitte der umgebenden Wiese. Laut Beschreibung wird er auch mit jedem Gartenboden zufrieden gestellt. Der Pflanzplatz sollte sonnig bis halbschattig sein.

Nachdem unser Strauch nun an seine neuen Standort verbracht und eingebaut wurde, werden wir sehen, wie er sich entwickelt.

 

Unerwartete Exoten im Garten -1

In dieser Reihe möchte ich Pflanzen aus unserem Garten vorstellen, die eher selten in Gärten anzutreffen sind. Beginnen möchte ich mit der

Eselsdistel (Onopordum acanthium)

DSC_0724_(1024_x_768)Die Eselsdistel kann man auch als eine der Königinnen des Garten betrachten, denn allein von ihrem Habit ist sie eine überaus beachtliche und sehr stattliche Pflanze. Mit ihren imposanten Wuchshöhen von 0,5 bis 3 Metern und Pflanzendurchmessern von 1,5 Metern gibt sie schon was her. Ein sonniger Platz ist für die zweijährige, krautige Pflanze ideal. Im ersten Jahr wird nur eine Blattrosette gebildet. Im zweiten Jahr dann entfaltet sie ihre ganze Pracht. Ihre Oberfläche ist mit lockeren und spinnwebartigen Haaren bedeckt, wodurch eine Totalreflexion des Lichts entsteht und die Pflanze ein dicht grau-weißfilziges Erscheinungsbild hat. Ihre bis über 1 Meter langen Laubblätter sind eiförmig, kurz gezähnt oder fiederteilig, wellig und dornig. Die breit herablaufenden Ränder bilden am Stängel dornige Flügel. Lesen Sie weiter

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