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Author Archives: Arkadier

Projekt Hochbeet 1

Schon seit einiger Zeit beschäftigen wir uns mit dem Thema Hochbeet. Die Vorzüge für das Gemüse waren nie eine Frage, vielmehr war der Anschaffungspreis, die Ausführung und die Haltbarkeit dann ein entscheidender Faktor. Nicht zuletzt aber auch der Standort im Garten. Ein Hochbeet kann zwar wirklich sehr attraktiv sein, doch muss sich im Garten dafür auch der richtige Platz finden.

Letzten Spätsommer war es dann soweit, der rechte Platz war von allen genehmigt. Nun konnte der erste Spatenstich gesetzt werden. Nach einigen Versuchen zeigte sich bald, dass dem Boden hier nur mittels maschinellen Einsatzes beizukommen war. Wurzeln, Steine und Bodenverdichtung machten uns ein wenig zu schaffen – doch es gelang. Schon bald hatten wir den Untergrund eingeebnet und mittels Estrichplatten befestigt.

palettenrahmen
Als Kistenmaterial entschieden wir uns aus schon oben angeführten Kostengründen zu sog. EPAL-Rahmen. Diese werden in der Transport- und Lagerwirtschaft verwendet und sind vielerorts kostengünstig zu bekommen. Die Abmessungen mit 100×80 cm waren auch nicht uninteressant, denn für unsere Anwendung konnten wir nun drei Hochbeete nebeneinanderstehend ins Auge fassen. Zwei Rahmen übereinander sollten dann eine bequeme Arbeitshöhe ergeben.

Die Kisten wurden dann nach dem Erwerb ein wenig überarbeitet. Die Metallecken wurden grün lackiert und auch die Außenflächen aus Holz wurden abgeschliffen und bekamen einen einmaligen Schutzanstrich mittels Lasur.

Soweit die Vorarbeiten im vergangenen Jahr. Das zunehmend unbeständigere Wetter im Herbst 2013 und andere Arbeiten ließ leider ein weiteres Vorankommen nicht zu. Somit musste das Projekt eine Winterpause einlegen.

Klimaschutz: Gärtnern ohne Torf

Torf ist der Stoff, aus dem leider immer noch so manche Gärtnerträume sind. Zugegeben, er hat schon einige phantastische Eigenschaften, so speichert er etwa ein Vielfaches seines Eigengewichts an Wasser, ist ziemlich keimfrei, kann mit zugesetztem Kalk leicht neutralisiert und mit Nährsalzen oder weiteren Zusatzstoffen wie Ton oder Sand angereichert zu speziellen Gartenerden werden. Womit er das optimale Substrat für den Gartenbau darstellt und dort seit Jahrzehnten tonnenweise verbraucht wird.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass er aus Mooren stammt und gewaltige Mengen an Kohlenstoff in ihm gebunden sind – solange er in Ruhe gelassen wird. Wir das Moor trocken gelegt (Verlust von Feuchtgebieten!) und abgebaut, so wird ein Großteil davon wieder freigesetzt. Interessant dabei ist, das Moore zwar nur ungefähr 3% der gesamten Landflächen der Erde ausmachen, aber dennoch mehr CO2 speichern, als alle Wälder zusammen. Dies basiert auf dem dauerfeuchten Zustand, der dafür sorgt, dass die Abbauprozesse extrem verlangsamt werden und das pflanzliche Material lange als solches erhalten bleibt. Wer das Klima schützen will, muss also auch die Moore schützen! Lesen Sie weiter

Wunderschön, doch oft verfolgt: Der Löwenzahn im Garten

Ich möchte hier einmal eine Lanze für den Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) brechen. Diese an sich wunderbare Pflanze wird nur allzu oft in den Gärten wie die Pest verfolgt. Auch wenn man den Begriff „Löwenzahn“ in die Suchmaschine im Internet eingibt, erhält man als erstes Hinweise, wies sich dieses „Unkraut“ doch rasch und nachhaltig aus dem geliebten Garten entfernen lässt. Viele Gärtner stoßen sich an der Ausbreitung und an den tiefen Wurzeln die die Pflanze ausbildet – und an dem unschönen Bild, welches er angeblich dann im Rasen hinterlässt.

Gut, zugegeben, wer einen Englischen Rasen im Einheitsstil als optisches Objekt in seinem Garten wünscht, hat mit der Pflanze sicher seine Not. Doch kann man solches in normalen Hausgärten nur für überschaubare Flächenbereiche anstreben, denn man schafft damit eigentlich eine „Grüne Wüste“, die nur mit entsprechendem Einsatz von Arbeitskraft und Mitteln (Wasser, Sand, etc.) aufrecht zu erhalten ist. Dazu muss man schon ein gewisser Rasen-Freak sein, aber das soll es ja auch geben. Lesen Sie weiter

Ändert die Land(wirt)schaft!

Ausgeräumte Kulturlandschaft

Insektensterben – Trockenschäden – Klimaänderung

Die Anzahl und Vielfalt der Insekten sinken weltweit, Forscher gehen davon aus, dass seit etwa 100 Jahren ein weltweites Insektensterben im Gange ist. In den vergangenen drei Jahrzehnten ist der Schwund Studien zufolge besonders drastisch, hauptverantwortlich dafür dürfte die industrielle Landwirtschaft sein. Es darf daher kaum überraschen, dass der Insektenbestand auch in Österreich dramatisch zurückgegangen ist. Ernüchternde Zahlen nennt nun der „Insektenatlas 2020„: Demnach hat sich der Insektenbestand in Österreich seit 1990 um drei Viertel verringert. Lesen Sie weiter

Hummeln: Heimliche Mitarbeiter im Garten

Wer kennt es nicht, das tiefe Brummen der dicken Brummer im Garten. Immer wieder begegnen uns die dicht bepelzten Insekten zwischen unser blühenden Pflanzenpracht. Wenn wir meinten, dass sie nur auf den Nektar und den Pollen verschiedener Blüten aus sind, so ist das nur die halbe Geschichte, wie jetzt Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern herausgefunden haben. Das der Klimawandel auch auf die Insekten einen Einfluss hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Dass diese aber auch aktive Strategien entwickeln, den damit verbundenen geänderten Futterangebot zu begegnen, neu. Die Forscher fanden nämlich heraus, dass die Hummeln den Pflanzen Bisse zufügen und gleichzeitig wahrscheinlich chemische Stoffe injizieren, damit diese früher als bisher zu blühen beginnen. Damit kommen sie dann selbst in den Genuss eines früheren Nahrungsangebotes. Dieses wir unter natürlichen Umständen durch das Tageslicht gesteuert. Der Klimawandel bedingt nun allerdings mildere Winter und schon moderate Temperaturen im zeitigen Frühjahr, wodurch die Insekten früher wieder zu fliegen beginnen. Damit auch das Futterangebot stimmt, greifen einige zu interessanten Strategien.

Hier der Link zu dem interessanten Artikel auf Spektrum.de

Mähroboter: Fördern Austrocknung und Klimaerwärmung

Auch wenn es die Besitzer von Mährobotern nicht gerne hören mögen und die Industrie anderes verbreitet, so mehren sich doch die Anzeichen, dass diese kleinen Helferchen dazu beitragen, dass unsere Gärten immer trockener werden. Der Mähroboter versieht oftmals seinen Dienst „ohne Rücksicht auf Verluste“. Einmal hält er durch die ständige Mähaktion den Rasen auf niedriger Höhe. Dies ist vom Besitzer gewünscht, lässt aber andererseits die Bodenerwärmung steigen, da die Sonnenstrahlen mit höherer Intensität bis an die Bodenoberfläche und darüber hinaus in die obersten Bodenschichten vordringen können. Damit geht natürlich eine höhere Verdunstung einher, die zur Austrocknung des Areals führt. Diese beschränkt sich nicht nur unmittelbar auf die eigentliche Fläche. Solche „hot spots“ haben auch Auswirkungen auf benachbarte Flächen bzw. die Flächen einer gesamten Gemeinde oder Region. Es ist eine Frage der Akkumulation. Diese Summierung kleinster Temperaturerhöhungen hat natürlich auch Auswirkungen auf ganze Gebiete. Besonders in den niederschlagsreduzierten Sommern der letzten Jahre, wie wir sie in einigen Regionen Europas erlebt haben, kann dies die Situation der Austrocknung zusätzlich anheizen. Lesen Sie weiter

Eischalenpulver: Wenn manche Pflanzen Kalk brauchen

Einige Gartenpflanzen lieben ein wenig Kalk. Für nachhaltig denkende Gärtner eröffnet sich mit Eierschalen eine gute Quelle aus den Abfällen des Haushaltes. Allerdings müssen diese zerkleinert werden, denn wie man im Komposthaufen gut erkennen kann, ganze Eischalen brauchen mitunter ein wenig länger im Abbau. Eine Kaffeemühle kann hier gute Dienste leisten, denn mit ihr lassen sich die Eischalen sehr schnell auf eine gute Streugröße umwandeln. Das „Eischalenpulver“ kann dann in für die Pflanzen erträglichen Mengen ausgebracht werden und wird ziemlich rasch vom Boden absorbiert.

In gut verschließbaren Behältern lässt sich das Pulver auch gut über einige Zeit, etwa den Winter, lagern und ist somit immer für den Gärtner verfügbar.

Keine Luft drin … !

Welcher Gärtner hat das nicht schon einmal erlebt? Gerade ist man so richtig in der Arbeit, die Schiebetruhe vollgefüllt, Schweiß rinnt über die Stirn – und plötzlich geht es pffffffhhhhh….. Ein Platter! Natürlich passier es gerase dann, wenn man es am meisten brauchen kann.

Gut also Truhe ausgeräumt, Rad abmontiert, den Mantel entkernt und den Schlauch nach einem Loch abgesucht. Treffer! Ein Dorn, zwei Zentimeter lang, hat seine böse Arbeit verrichtet und uns außer Gefecht gesetzt. Also Klebezeug herausholen und das Loch vervulkanisieren. Alles wieder zusammenbauen – eine halbe Stunde, und Alles ist wieder einsatzbereit.

Doch mitnichten – das Rad macht nach ein paar Metern wieder schlapp. „Gibt’s doch nicht“, denkt unser Gärtner, hat doch Alles gerade so gut wieder funktiopniert. Das ganze Spiel also nochmals von vorne. Diesmal ist es ein kleiner Schnitt – wo der nun wohl herkommt?

Schluss damit! Des RätselsLösung und eine gute Alternative zu herkömmlichen Schiebetruhenrädern ist ein PU-Vollrad. Der Reifen besteht aus einer Polyurethan-Mischung ‚PU‘ und eignet sich damit für jeden Untergrund. Laut Beschreibung soll man damit nie wieder einen platten Reifen zu beklagen haben, denn dieses Schubkarrenrad ist absolut pannensicher.
Gleichzeitig hat das Vollgummi-Rad hat eine spezielle Einfederung, die vergleichbar mit einem voll aufgepumptem Luftreifen ist. Dadurch verfügt es über einen perfekten und absolut ruhigen Geradeauslauf und selbst bei hoher Last lässt sich die Schiebetruhe leicht anschieben. Die widerstandsfähige Stahlfelge ist rostfrei und somit wetterbeständig – auch schön. Und mit einer maximalen Traglast von bis zu 150 kg sind wir nun auf sämtliche Transport-Arbeiten bestens vorbereitet. Die Luft ist raus – gut so!

Distelgarten – 2

Wie schon vor drei Jahren angeregt, haben wir uns dazu entschlossen einen Distelgarten zu haben. Dies ist eine nicht alltägliche, aber sehr interessante Gartenkomposition. Die Pflanzen können mitunter sehr hoch und ausladend werden, beschenken einem aber mit phantastischen Bildern und reizenden Blüten, die ihresgleichen suchen. Inngesamt sind Disteln eine sehr interessante Pflanzenfamilie. Der Name geht lt. Wikipedia auf indogermanische Ursprünge zurück und bedeutet soviel wie „spitz“ oder „stechend“, was sicher gleich jeder nachfühlen kann, der einmal mit einer Distel in näheren Kontakt gekommen ist. Wahrscheinlich hat sie deshalb auch auf einigen Wappen ihren Platz gefunden, um anderen zu signalisieren, das mit dem Träger möglicherweise nicht gut Kirschenessen ist.

Unsere Eselsdisteln haben dieses Jahr ganz gewaltige Exemplare hervor gebracht. Ein Stammdurchmesser von 6cm ist kein Einzelfall und die Höhen liegen bei gut drei Metern. Eine Weinbergschnecke fand sie trotzdem zum Fressen gern und hat ihren Magen trotz der bedrohlichen Abwehr gut gefüllt – ohne jedoch der ganzen Pflanze wirklich zu schaden.

Besonders hervorzuheben wären noch die Insekten, die hier einen Lebensraum finden. Denn die Disteln werden von verschiedenen Hummel- und Bienenarten besucht, die heute in der Landschaft schon sehr selten geworden sind. Auch Falter kommen immer wieder auf einen Kurzbesuch vorbei und schauen, ob es ein Naktarangebot für sie gibt.

Selbst wenn die Disteln dann schon verblüht sind und abzusterben beginnen, gaben sie mit ihrem bizarren Aussehen noch ein schönes, extravagantes Gartenbild ab, besonders in der weichen rötlichen Abendsonne des Spätsommers.

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