Back to Top

Totholz – wichtiger Lebensraum im Naturgarten

 

DSC_0705_(1280_x_1024)

Ein auf einem alten Baumstumpf angelegter Totholzgarten

 Diesmal möchte ich auf ein Biotop aufmerksam machen, welches in unseren Breiten noch wenig Beachtung findet und damit natürlich auch noch viel weniger Anhänger. Es geht um einen sogenannten Totholzgarten, in dem alte Bäume bewusst „vermodern“ dürfen. Wie so viele Gartenideen, so stammt auch diese aus England und wird normaler Weise eher in großen Gartenanlagen praktiziert. Aber warum sollte dies für einen Hausgarten nicht möglich sein? Es ist ja nur eine Frage der Größe – oder?

Für Tausende von Insekten und andere wirbellose Tiere, für Pilze, Flechten, Moose und Algen ist Totholz Lebensraum und Nahrungsquelle zugleich. Aufgrund der bis vor wenigen Jahren üblichen forstlichen Intensivnutzung ist Totholz in unseren Wäldern selten geworden – von Gärten ganz zu schweigen. Viele Lebewesen, die auf Totholz als Lebensraum angewiesen sind, sind daher vom Aussterben bedroht. Von den wahrscheinlich mehr als 6000 Käferarten in unserem Land bewohnen ca. 13oo Holz und viele davon brauchen bereits abgestorbene Bäume. Neben Insekten und Pilzen finden sich jedoch auch viele Vögel, Eidechsen, Igel oder auch Blindschleichen in einem Totholzgarten. Der Totholzgarten ist daher nicht nur wertvoll für die Lebewesen, die ihn bewohnen. Er ist auch ein lohnendes Ziel, wenn man einen erlebnisreichen Gartenbereich gestalten will. Lesen Sie weiter

Jetzt ist Tulpenzeit

Nachdem im Herbst ja viele Tulpen ( > 400) in unseren Garten eingebracht wurden, kann man sich nun anderen Blüten- und Farbenpracht erfreuen. Zusammen mit anderen Frühlingsboten ergeben sich recht farbenfrohe Ausschnitte und Einblicke. Und gemeinsam mit den nun blühenden Bäumen und Sträuchern ist es immer wieder schön, sich an diesem Bild zu erfreuen.

Daneben ist der Rasenmäher-Roboter unseres Nachbarn schon kräftig unterwegs und schneidet jede kleine Blüte, die sich in der Wiese zeigen möchte, sofort ab. Vor etwa einem Jahr bei einem Gespräch über den Gartenzaun meinte seine Frau nur ganz entzückt, wie schön doch unsere Wiese ist. Da sind immer so viele Blumen drin. Nun jawarum wohl?

Anzucht in Papiertöpfen

Jiffy

Torf Jiffy’s – NEIN DANKE !

Nun ist sie wieder da, die Pflanzzeit und jeder Gärtner ist bemüht, aufs Neue seine Schätze und Raritäten, oder auch nur ganz normale Gemüsepflanzen vorzuziehen und auszusetzen. Für die Setzlinge, die man aus Samen anzieht, gibt es im Fachhandel oder in den Baumärkten Pflanztöpfe aus organischem Material, sog. Jiffy’s (benannt nach der Erzeugerfirma). Dabei wird oftmals Torf verwendet, was dem/der nachhaltig denkenden und handelnden Grünmann/frau nicht gerade entgegen kommt.

Doch es gibt Abhilfe und zwar aus dem guten alten England, dem Land der großen Gartentradition.

„Potmaker“ nennt sich das gute Stück und ist über das Internet beziehbar. Es besteht aus Röhren und Walzen aus Buchenholz unterschiedlicher Dicke, die ineinander steckbar sind. Damit lassen sich nun schnell und einfach kleine Pflanzgefäße (Pots) aus Papier fertigen. Als Rohstoff empfiehlt sich altes abgelegenes Zeitungspapier, aber keinesfalls Hochglanzpapier! Die darin enthaltenen Druckerfarben mit den Azofarbstoffen wären für unsere Erde nicht gerade wünschenswert. Deswegen haben sich abgelegene Zeitungen am besten bewährt. Die Druckerschwärze darauf ist mehr oder weniger vernachlässigbar, was auch in verschiedenen Fachartikeln beschrieben wird. Das Papier an sich zersetzt sich mit der Zeit und erfüllt dann genauso seinen Zweck wie die Töpfe aus Torf – nur eben ohne diesen. Lesen Sie weiter

Kultplätze – Orte der Kraft 2

Hain

Heiliger Hain von Arnold Böcklin – Öl auf Holz 1886

Kultplätzen – ob nun jüngeren oder älteren, ist gemein, dass Menschen an ihnen ein besonderes Verhalten an den Tag legen. Dabei gibt es durchaus Verhaltensweisen, die trotz unterschiedlicher Geschichte oder Kultur überall gleich oder ähnlich sind:

  • Dem heiligen Platz nähert man sich ehrfürchtig und erwartungsvoll, dort selbst dann nach einem Ritual. Mit dem ganzen Körper und dem Geist stellt man sich darauf ein. → Beispiel: Moses näher sich dem Dornbusch (→ Ex 3 ff.)
  • Einmal ist der Kopf bedeckt, einmal wird er entblößt. Man wäscht sich und spült den Mund, man besprengt sich mit Weihwasser und meidet Verunreinigung und Blutvergießen. → Durch letzteres wird etwa eine Kirche entweiht und muss neu geweiht werden. Eine Moschee betritt man auch nicht nur wegen der physischen Reinheit mit bloßen Füßen.
  • Nur wer sich kultisch gerecht verhält, darf näher treten. → Beispiele: das Entledigen des Schuhwerkes im Islam, bzw. die rituellen Waschungen anderer Religionen (→ Hinduismus) aber auch an die Taufe der Christen. Hierbei sei angemerkt, das bei alten Kirchenbauten der eigentliche Kirchenraum nur durch die Taufhalle zu erreichen war.[1] Echte Ehrfurcht ist die entsprechende Haltung des Menschen, der sich in den heiligen Raum begibt.
  • Dem Allerheiligsten darf man nicht zu nahe kommen, einerseits aus Ehrfurcht, andererseits auch weil seine Kraft schaden könnte und es gefährlich ist. → Dort wo sich Kraft und Heil offenbaren, ist ein heiliger, heilender Platz.

Lesen Sie weiter

Kultplätze – Orte der Kraft 3

Von strahlenden und nicht strahlenden Plätzen

20141012_115718_(800_x_600)Wo ein altes Marterl steht, oft ganz verloren in der Gegend, manchmal am Wegrand oder an einer Kreuzung, kann man sicher sein, dass es ein strahlender Platz ist. Strahlende Plätze, alte Kultstätten, erkennt man auch an Sagen, Namen oder entsprechendem Brauchtum. Die meisten Plätze sind gekennzeichnet und längst bekannt. Das trifft besonders auf heilige Stätten der Bibel zu, wo sich nach der Überlieferung Gott oder ein Engel als Bote von ihm gezeigt oder geoffenbart hat. Manche Kirchen und Kapellen stehen außerhalb eines Ortes, an einem Hang etwa, wo kein Baumeister ein Gebäude errichten würde. Das ist ein ziemlich sicherer Hinweis, dass es ein besonderer Platz ist, der gleichsam die Kirche hinzieht. Starke Plätze fallen auch sonst ins Auge, sie sind anziehend und laden zum Bleiben ein.

Als die christlichen Missionare ins Land kamen, brachten sie den Einheimischen das Christentum mit, aber die Leute hielten an ihrem ererbten Brauchtum weitgehend fest. Nun gab es zwei Möglichkeiten – entweder man weihte oder verteufelte den Platz, der heidnischen Ursprungs war. ® Beispiel: Bonifatius, urspr. Winfried (672 – 754), war angelsächsischer Benediktiner und Missionar, er wurde in Rom von Papst Gregor II. unter Verleihung des Namens Bonifatius mit der Germanenmission beauftragt. 724 fällt er die Donar[1]-Eiche bei Geismar. In Göttweig, einem uralten Kultberg, stand ein heiliger Baum. Bischof Altmann ließ ihn stehen, baute eine Kirche herum und hängte ein Muttergottesbild daran. Andere heiligen Bäume, in Blech kunstvoll nachgebildet, stehen z. B. noch in Maria Taferl, der Stiftskirche in Zwettl, und in Maria- Dreieichen. Lesen Sie weiter

Meinung: Obst und Gemüse rund um’s Jahr

Gartler

Wieder einmal war in der wöchentlichen Wirtschaftssendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Rede von den Gärtnern und Gemüsebauern. Diese müssen sich mehr anstrengen um am heimischen und europäischen Markt auch zukünftig gegen die Konkurrenz bestehen zu können.

Nun, das ist auf den ersten Blick ja nichts verwerfliches, denn gute Konkurrenz und fairer Wettbewerb bringt auch entsprechende Qualität hervor. Doch als dann die Rede auf das Produkt kam, war bei mir der Ofen, gelinde gesagt, wieder aus. Denn es ging um Gemüse , Erdbeeren, Weintrauben und diverse andere saisonale Obst- und Gemüsesorten. Die, so wünsche es der Konsument, müssen das ganze Jahr über in ausreichender Menge in den Regalen zu Verfügung stehen – sagt der Handel. Oder vielleicht genauer gesagt, die gewinnorientierten Manager der Einzelhandelskonzerne. Jedenfalls sicher nicht der vielbeschworene Konsument. Lesen Sie weiter

Meinung: Neueste Gartentrends …

Gartler

Der Gärtner meint

Gestern haben sie im Fernsehen gezeigt, was so die neuen Gartentrends sein sollen. Also die gewohnte Gartengarnitur tut’s nun nicht mehr und mit einer Heurigen-Garnitur schaut man auch ziemlich alt aus. Nun muss es eine “Gartenlounge” sein, hell bepolstert und wenn möglich noch unter einem Baldachin – man will ja draußen mit dabei sein …

Grillen darf man ebenso nicht mehr, auch das ist schon nur mehr was für Gestrige. Jetzt braucht Mann/Frau unbedingt eine “Outdoor kitchen” in Edelstahl mit Gaskocher und Räuchereinheit.

Und der Gipfel war die Aussage eines selbsternannten Gartenfutzis, dass du jetzt, wer hätte es gedacht, Sachen im Garten anbaust, die du dann auch essen kannst. – Einfach schier unglaublich – oder?! Da soll es dann auch Obst geben, dass man selber pflücken und essen kann. Märchenhaft sowas! Lesen Sie weiter

Projekt Hochbeet 2

Nachdem nun das Wetter im April wieder vermehrt Gartenaktivitäten zulässt, wurde weiter an der Hochbeetanlage gebaut. Die Rahmen mit den Gittern zur Wühlmaussicherung waren ja schon im Herbst gefertigt worden. Auch die EPAL-Kisten hatten den Winter gut überstanden. Nun wurde entschieden, welche Rahmen oben und unten platziert werden sollten –  die augenscheinlich älteren und abgenutzter aussehenden soltten unten eingebaut werden. Dann war die Isolationsfolie an der Innenseite der Kisten anzubringen. Diese sollte einmal gut überlappend verlegt werden, sowie oben über den EPAL-Kistenrand gebogen und unten ausreichend überstehen, damit ein entsprechender Feuchtigkeitschutz gewährleistet ist.

Lesen Sie weiter

Es rührt sich schon was …

20150221_115951_(640_x_480)Kaum sind die ersten warmen Sonnenstrahlen zu bemerken, recken auch schon die ersten floralen Frühlingsboten ihre Blüten aus dem Boden. In diesem Fallen der Winterling (Eranthis hiemalis L.) aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Ab etwa der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts begann die Verwendung des Winterlings als Zierpflanze im Garten. Aus Kräuterbüchern weiß man, dass er bereits 1588 von Joachim Camerarius in dessen Garten in Nürnberg kultiviert wurde. Camerarius hatte diese Pflanze von einer Italienreise mitgebracht. In den ersten drei Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts wurde der Winterling in den Pflanzenverzeichnissen diverser Gärten aufgeführt. Populär wurde die Pflanze, als gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Landschaftsparks aus England in Mode kamen. Der Winterling eignete sich gut für die Verpflanzung in weitläufigen Wiesen. Die Zierpflanze verwilderte aus Parkanlagen, in klimatisch begünstigten Gebieten breitete sie sich nachfolgend stark aus und ist heute gern gesehener Blickpunkt im spätwinterlichem Garten, der den Frühling ankündigt.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen